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Hier möchte ich Zuschriften veröffentlichen, die mich zum Thema erreichten. Sie sollen dazu dienen, die Sache weiterzuentwickeln oder Probleme z. B. beim Nachbau zu klären.

Wer gerne einen Beitrag loswerden möchte, schreibe mir bitte eine Email. Ich werde sie hier, ggf. nach redaktioneller Bearbeitung, veröffentlichen. Man sollte mir aber dazu mindestens eine Woche Zeit lassen. 

Manche haben mir auch über ihre eigenen Projekte berichtet - dafür habe ich eine Sonderseite eingerichtet.  -> Zur Seite andere Projekte  -

Beiträge : (Antworten von mir in grün)                    (Aktualisiert am 26.04.2009 )
Regelungsselbstbau 11.03.01 23:51:00 GMT
...finde ich sehr interessant, auch weil ich meine eigene witterungsgeführte Heizungsregelung als Teenager komplett selbst entworfen und gebaut habe (mit Ausnahme des Mischermotors). Läuft immer noch mit unübertroffener zehntel-Grad Regelgenauigkeit (im Prinzip ein Dreipunkt-Regler mit Proportionalregler im Totbereich, mit den üblichen Einstellmöglichkeiten für Heizkurve, Nachtabsenkung, etc.). Was mir dazu einfällt:
  1. Die Idee mit dem nicht-invasiven Eingriff in die existierende Anlage per Außenfühlersimulator finde ich gut.

Danke !


  2. Wie können Räume trotz Thermostatventil überheizen? Dadurch, dass alleine die Sonneneinstrahlung durch Fenster stärker als die eigentlich nötige Heizleistung ist? Die neue Zusatzregelung verhindert dies dadurch, dass sie die Räume schon vor der Sonneneinstrahlung leicht auskühlen lässt?

Ganz verstehen tue ich das auch nicht. Tatsache ist aber, dass unsere Räume mit südlicher Orientierung bei Sonneneinstrahlung überheizt werden.  Mögliche Ursachen sind die Restwärme in den Heizkörpern, die ja auf jeden Fall noch abgegeben wird oder eine verzögerte Antwort des Thermostatventils, weil dort die gestiegene Temperatur erst später ankommt oder Undichtigkeiten des Heizventils - besonders wenn die meisten Ventile geschlossen sind und der Pumpdruck im System steigt.


  3. In welcher Himmelsrichtung ist/war denn der Außentemperaturfühler angebracht? Zumindest bei fensterreichem Hauptwohnbereich in Richtung Süden ist ja Anbringung an der Südseite empfehlenswert. Vielleicht könnte das helfen, unnötige Aufheizung vermeiden?

Hier habe ich etwas wirklich Neues gelernt : Bisher ging ich immer davon aus, dass der Fühler an der Nordseite angebracht sein muss, weil es in den Betriebsanleitungen so steht und weil bei allen Heizungsinstallationen, die ich sah, es so gebaut war. Ich denke jetzt aber, dass es wirklich Sinn macht den Fühler lieber an die Südseite zu legen, solange das Haus insgesamt recht gut isoliert ist und keine wichtigen Wohnräume im Norden liegen. Unser Fühler liegt auch an der NNO-Seite.


  4. Bei mir wäre 30 Grad Vorlauftemperatur nicht effektlos, sondern normale Vorlauftemperatur beim jetzigen Wetter. Wie hoch ist den laut Heizkurve die Vorlauftemperatur der Heizung bei Außentemperaturen von -10, 0, 10, 20 Grad?

Diese Frage kann ich nicht beantworten, da die Vorlauftemperatur nicht mehr fest an eine Außentemperatur gekoppelt ist. Die Heizkreisauslastung korrigiert immer die Vorlauftemperatur. Dennoch einige Punkte : In unserem Haus finden sich Heizkörper im wesentlichen aus senkrechten Rohren. Diese sehen zwar sehr schön aus, geben aber offensichtlich die Wärme im Vergleich zu den kastenförmigen Standardheizkörpern sehr schlecht ab. Mittlerweile habe ich diese Idee auch wieder aufgegeben. Siehe dort.


  5. Es ist schade, dass kein Verbrauchszähler vorhanden ist, so lassen sich die Erfolge nicht dokumentieren, und Regelungsalternativen lassen sich nicht einfach vergleichen. Müsste es nicht relativ einfach sein, Betriebsdauer und momentane Leistung am Brenner abzugreifen (insbesondere, wenn der Brenner nur einige wenige Leistungsstufen hat)? Ist vielleicht sogar ein Anschluss dafür vorbereitet? Dann könnte man abwechselnd eine Woche mit, eine Woche ohne Zusatzregelung fahren, die Verbrauchswerte mit den Gradtagszahlen normieren, und vergleichen.

Früher: Ich weiß leider nicht, wie man Gradtageszahlen normiert. Sonst denke ich könnte man einfach den wöchentlichen Verbrauch an Gas ablesen und mit der Außentemperaturentwicklung abgleichen.

Heute: Nach Umbau meiner Steuerung  zur C-Control Advance und eines zusätzlichen Temperatursensors am Rücklauf des Heizkreises bin ich in der Lage, die Leistung zu messen und werde genau das oben beschriebene tun und dokumentieren.


  6. Da bei neueren Bauten die Heizungsrohre ja nicht mehr in den Außenwänden verlegt sind, und zumeist auch noch gut isoliert, bin ich mir nicht sicher, ob ein paar Grad mehr oder weniger Vorlauftemperatur einen großen Unterschied machen. Dürfte nicht die Raumtemperatur entscheidend sein?

Unser Brenner ist eine Gasbrennwerttherme, die ihren höchsten Wirkungsgrad bei niedrigen Brennertemperaturen erreicht. Höhere Temperaturen erzeugen zwangsläufig mehr Verluste, weil im Brenner ein Wärmestau entsteht und so die Wärme z. B. durch die Isolation des Brenners entweichen kann.


  7. Wie funktioniert denn die Gewinnung des elektrischen Wertes an der Pumpe? Mikrophon? Oder Pumpenleistung? Könnte man auch alternativ oder zusäzlich die (gemittelte) Differenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur verwenden?

Frühere Version : Am Ausgleichskondensator der Heizkreispumpe lässt sich eine Spannung abgreifen, die um so höher ist, je mehr Heizkörperventile geschlossen sind. Sie ist allerdings sehr Störungsanfällig und ungenau. Unsere Heizkreispumpe nimmt konstant die gleiche Leistung auf. Ermittelt man nur die Differenz zwischen der Vor- und Rücklauftemperatur, so kennt man die Strömungsgeschwindigkeit und damit die effektiv eingesetzte Wärmemenge nicht.

Heutige Version : s. Details Raumheizung


  8. Beim Steuerungsmodul dürfte es sich ja fast sicher um C-Control handeln; welche Variante des Moduls kommt denn zum Einsatz?

Früher: Ja, es ist die Unit mit 8KByte und dem einfachen Applicationboard.

Heute: Siehe Material und Methode.


  9. Die Seite www.beitzke.de kennen Sie sicher schon? Falls nicht: ein Muss für alle Heizungs-Mess- und Regel-Freunde!

Danke für den Tipp, den hiermit gern weitergebe !


  10. Für optimale Solarnutzung ist eine gute Regelung sicher wichtig: in der Praxis ist da sicher noch einiges unzureichend geplannt/eingebaut/geregelt/eingestellt!

Packen wir's an ! Mein Ziel ist auch die Einstellungen soweit wie möglich zu vereinfachen.


  Nachdem sonst niemand geantwortet hat, hoffe ich, genug Interesse gezeigt zu haben, hoffentlich nicht zuviel!
Name: E. Lange

 

Eigenbauregelung 12.03.01 07:48:02 GMT
Im Moment bin ich 'erst' bei der Optimierung des Brenners und der Vorlauftemperatur, aber gedanklich auch schon bei einer Verbesserung der Regelung.
Gute Erfahrungen habe ich mit dem Außentemperaturfühler auf der OSO-Seite des Hauses mit den großen Fensterflächen zur Terrasse gemacht.
Sowie der Fühler von der Sonne beschienen wird fällt die Vorlauftemperatur deutlich ab. Infolge der Einstrahlung durch die Fenster bleibt die Raumtemperatur konstant bzw. steigt sogar.
Da das Außenmauerwerk die Wärme nach 'Verlöschen' der Sonne speichert wird die Vorlauftemperatur erst verzögert wieder hochgeregelt. Interessanterweise scheint die Verzögerung mit der zus. gespeicherten Energie in den Räumen zusammenzupassen, die Solltemperatur in den Räumen wird nicht unterschritten.
Sowie wir uns im Haus richtig etabliert haben, der Einzug war 12/00 wirds mit der Regelung vorangehen, entweder auf Basis C-Control oder einer einer kleinen SIMATIC wenn ich eine günstig bekomme.
Gruß Stefan
Name: Stefan, E-Mail: Stefan.Lecheler@topmail.de ,

         Unser Außentemperaturfühler liegt an der NNO-Seite. Es scheint aber tatsächlich besser zu sein den Außentemperaturfühler an der Südseite des Hauses zu montieren. Was die allmähliche Abkühlung der Außenwände angeht, habe ich softwaremäßig für eine Simulation gesorgt. Die Effekte durch die Speicherfähigkeit der Baustoffe sind vor allem bei Außentemperaturen ab 10°C manchmal enorm !

 
Was genau brauche ich zum nachbauen ?
Wo bekomme ich das Steuerprogramm?

 
Eine lückenlose Dokumentation zu erstellen wäre für mich zu aufwendig und auch kaum machbar, weil jedes Heizsystem etwas anders ist. Ich wollte mit meiner Homepage eigentlich mehr die Möglichkeiten aufzeigen und so zum Bau anregen. Die Basis der Steuerung ist eine C-control der Firma Conrad. Beschäftigt man sich damit, wird eigentlich schnell klar, wie damit die Steuerung bewerkstelligt werden kann.
 

Glauben Sie , dass man jede Heizung mit einer nachträglichen Steuerung ausstatten könnte? Sprich Scheer Sparmatic HP IIV.

Da ich eigentlich überhaupt nicht vom Fach bin, weiß ich nicht, was sich hinter dem Namen Ihrer Steuerung verbirgt.

Wollen Sie eine nachträgliche Steuerung installieren, so meine Erfahrung, ist das am einfachsten, wenn Sie den Parameter beeinflussen, nachdem die Steuerung arbeitet. Das heißt, so wie ich es beschrieben habe, zum Beispiel den Eingang des Temperaturfühlers (innen oder außen) zu manipulieren. Dadurch "denkt" die vorhandene Steuerung es sei wärmer oder kälter als es wirklich ist und ändert die Heizleistung in die gewünschte Richtung.